Beobachtung der Sonne mit Amateurmitteln.

Die "Sonnenseiten" enthalten die Ergebnisse meiner Sonnenbeobachtungen der letzten Jahre und geben auch Erfahrungen  mit der fotografischen Technik dieser speziellen Beobachtungsform wieder.

Diese Website ergänzt die Berichte im  Astronomieverein PEGASUS Wolfenbüttel.

 Die Sonne zu beobachten, erfordert vollkommen andere Hilfsmittel als die nächtliche Astronomie, die es mit lichtschwachen Objekten zu tun hat. Die Herausforderung einer Sonnenbeobachtung ist die hohe Strahlungsenergie in weiten Spektralbereichen, die es zu dämpfen gilt, ehe visuell oder fotografisch beobachtet werden kann.

Zur Situation bei der Sonnenstrahlung hier ein Bild der Verteilung der Strahlungsintensität über das Spektrum (Quelle: Wikipedia):

 

Die für den Amateur leicht erreichbaren Bereiche liegen um 550 nm (Kontinuum) und 656 nm (Wasserstoff Alpha Linie)

Nach dieser Grundaufgabe bietet die Sonne dann das unmittelbar „lebendigste“ Objekt der Amateurastronomie. Die Zeitskala der Veränderungen, die in der Sonnenatmosphäre mit Amateurmitteln erfaßt werden kann, liegt zwischen Minuten bis hin zu den langjährigen Aktivitätszyklen.

Auf dieser Website sollen die Erfahrungen geschildert werden, die der Autor im Verlauf der letzten 8 Jahre gemacht hat. Zunächst Erfahrungen bei der Auswahl geeigneter Filter, Fernrohre und Kameras. Dann die schrittweise Verbesserung der Bildergebnisse mit leistungsfähigeren Optikelementen und Kameras. (Die persönliche Vorgeschichte des Astronomieinteresses gerade an der Sonne wird in einem Erinnerungstext beschrieben.

Die gesamte Amateurastronomie (wie natürlich auch die professionelle A.) ist im Verlauf der letzten 20 Jahre durch das Erscheinen der digitalen Bildtechnik revolutioniert worden. Die Gewinnung von Bildern lichtschwacher „Deep-Sky“ Objekte in hoher Auflösung und Farbe wurde nun so viel leichter als zu Zeiten analoger Fotoemulsionen. Dies gilt auch für das Spezialgebiet der Sonnenbeobachtung. Zusätzlich wurden auch die optischen Elemente für den Amateur erschwinglich, wie die schmalbandigen Filter für die Beobachtung in bestimmten Wellenlängenbereichen des Sonnenspektrums.

Der am meisten benutzte Filter ist abgestimmt auf das Licht der Absorptionslinie des Wasserstoffs bei 656,3 nm, die sogenannte H-Alpha Linie. Ein H-Alpha Filter für Amateure ist in vielfältigsten Formen (und Preisstufen!) erhältlich. (Dazu ein Text, Sonnenfotografie in H-alpha,  der die Zusammenstellung meines Instrumentariums schildert.)

Erst die digitale Bildgewinnung macht es heute möglich, umfangreiche Nachbearbeitungen des Rohmaterials zur Bildoptimierung vorzunehmen. Die Verfahren sind für die „Nachtastronomie“ etwas andere, als die Gewinnung eines besten Endbildes in der Sonnenfotografie (siehe den Berichtdazu: Bildgewinnung)