Mit "Protuberanz" werden die Materieauswürfe aus aktiven Gebieten bezeichnet, die am Sonnenrand als dynamische Strukturen besonders gut im Hα-Licht beobachtet werden können. Auf der Sonnenscheibe sind diese Gebilde als dunkle "Filamente" erkennbar. Gezeigt werden typische Beobachtungen von Protuberanzen und Filamenten.

  Hier ein Bild der Sonne vom 14.11. 2011 mit zwei markanten Protuberanzen, unten eine ruhige, wenig veränderliche, links oben ein Materieauswurf, der rasch wieder zurücksinkt.  Vor der Sonnenscheibe stehen lange Filamente, oben links und ein kleineres unten.

111140125. 8. 2014:

Filamente haben oft eine lange Lebensdauer. Sie verlaufen an der Grenzlinie zwischen Gebieten mit gegensätzlicher Magnetfeldpolarität.

Hier ein weiteres Beispiel eines kleinen Filaments im Detail. Aufnahme vom 25. 8. 2014:

14 08 25 12147

Dazu das Magnetogramm dieses Gebiets der AR12147, eine "gealtertes", aktives Gebiet. Das Filament liegt klar erkennbar zwischen dem weißen (positiven) und dem schwarzen (negativen) Magnetfeldgebiet. Interessant ist hier auch die Korrespondenz zwischen dem "körnigen" hellen Feld auf der H-Alpha Aufnahme und dem weißen Feldgebiet oberhalb des Filaments.

14 08 25mag

 

Eine Protuberanz kann sich auch "eruptiv" in die Korona ausbreiten, wie die folgende Animation vom 23.6. 2012 zeigt (die Zeitinformationen sind leider verloren gegangen)

120623 cme  

 

Noch ein Bild vom 13.5.2012 mit einer eruptiven Protuberanz links oben und eine ruhende Struktur unten.

12051304

 

Sehr oft bilden sich ruhende Protuberanzen eine hecken- oder baumartige Struktur. Ein Beispiel vom 8.8.2016:

16 08 08 10 49C